Feb 22, 2019
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eccd.net Die These vom grundsätzlichen Antagonismus der See- und Landmächte verläuft somit parallel zur Dualität der „spaces of flows and places“

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Die These vom grundsätzlichen Antagonismus der See- und Landmächte verläuft somit parallel  zur  Dualität  der  „spaces  of  flows  and  places“  in  der  heutigen  Sozialgeographie (Taylor 2000: 5), ohne diese Raumlogiken jenseits materieller Aspekte theoretisch zu reflektieren. Sie nimmt aber innerhalb dieser in der kontemporären Diskussion um die global cities und ihrem raumordnungspolitischen Gegensatz zur staatlichen Territorialität ebenfalls gegebenen Opposition eine feste Zuordnung vor: Maßgeblich für maritime Staaten ist die  rhizomatische, verdichtende Raumlogik der Städte, maßgeblich für kontinentale Staaten ist die chorologische, einhegende Raumlogik der Territorien.112  Die Aufforderung von Jeremy Black (2009: 198), geopolitische Ansätze nicht nur auf Fragestellungen der Internationalen Beziehungen, sondern auf verschiedene räumliche Maßstabsebenen der Politik anzuwenden, erscheint in diesem Kontext als sehr relevant – die Frage nach der Sortierung dieser Maßstabsebenen und der dabei jeweils interessierenden politischen und sozialen Strukturen ist aber im Rahmen geodeterministischer Raumsemantiken nicht mehr zu beantworten, sondern bedarf der politik- und gesellschaftstheoretischen Reflexion.

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